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[Iwanowka in Westsibirien]
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IV. 4. Förderungsprogramme
Verschiedene Förderungsprogramme wie Neuansiedlung von Russlanddeutschen,
Wohnungsbau, Bau von Gemeinschaftseinrichtungen, Ausbau der Infrastruktur und der privaten
Gewerbestruktur sollten einen Anreiz schaffen in Russland zu bleiben.
In die Förderungsprojekte ist eine hohe Summe an Fördermitteln geflossen, doch wurde kein wirklicher Erfolg verzeichnet, da die gegründeten Orte für die Russlanddeutschen eher als „Zwischenlager" auf dem Weg in die BRD waren und vor allem heute noch sind.
Auf deutscher Seite sind die Förderungsprogramme auf Unzufriedenheit gestoßen. So kritisierte die Bundesregierung nach einem Bericht der Berliner Zeitung vom 17. Juli 1995, dass „mit Zuwendung für Russlanddeutsche [...] sinnlose und überteuerte Anschaffungen in Russland finanziert [...]" wurden. „Seit 1990 wurden [...] mehr als 213 Millionen Mark [...] gezahlt. Damit sei beispielsweise eine Käserei in einer Gegend finanziert worden, in der es kaum Kühe gebe. Als ‚Winterhilfe’ seien zwei Millionen Kondome und 1.500 Boxershorts nach Wolgograd geschickt worden [...]."
Widerstände der örtlichen Bevölkerung im Wolgagebiet waren ausschlaggebend dafür, dass die Wolgarepublik bis heute Wunschdenken ist. Gemeinsame deutsch-russische Verhandlungen zu Fragen der Russlanddeutschen konnten trotz anfänglichem Optimismus daran nichts ändern. Statt auf die Wolgarepublik begann seit 1990 eine stärkere Konzentration auf Siedlungsgebiete in Westsibirien.
Nach einer Abstimmung der örtlichen Bevölkerung wurden die deutschen Rayons Halbstadt im Altai-Gebiet (1991) und Azovo im Gebiet Omsk (1992) gegründet. Der vergleichsweise hohe Bevölkerungsanteil der Russlanddeutschen in diesen zwei Gebieten sollte eine gute Basis bilden, um auf bestehenden ethnischen Strukturen aufbauen zu können und damit den Russlanddeutschen Perspektiven zu eröffnen, die zur Stärkung ihrer Identität dienen und Voraussetzungen für das Bleiben in Westsibirien schaffen sollten.
Trotz der Unterstützung von Seiten der BRD sind seit der Gründung mehr als 7.000 Personen zunächst aus Halbstadt und zunehmend auch aus Azovo, in die Bundesrepublik ausgereist, hierunter insbesondere diejenigen Russlanddeutschen, die schon seit langem dort lebten und größtenteils dort auch geboren wurden.
1992 wurde ein nächster Versuch gestartet, eine Republik für Russlanddeutsche zu gründen. Der damalige Präsident der Ukraine Leonid Kravèuk schlug vor, die dünnbesiedelten Gebiete der Südukraine zur neuen Heimat der Russlanddeutschen auszubauen. Obwohl ursprünglich von 400.000 Russlanddeutschen die Rede war, wurde der Kreis während der Verhandlung erheblich reduziert. So wurde 1993 von ukrainischer Seite präzisiert, das Angebot richte sich an diejenigen, die selbst früher in der Ukraine gelebt hatten oder deren Verwandte von dort stammten. Bisher sind aber nur etwa 2000 Russlanddeutsche in dieses Gebiet übergesiedelt, da neben den ungelösten Problemen bei der Staatsangehörigkeit die Lebensbedingungen in der Ukraine allgemein im Vergleich zur Russischen Föderation nicht besser sind.
Eine weitere Alternative bildete das Gebiet Kaliningrad, das vor allem von den Russlanddeutschen Ende der achtziger Jahre und verstärkt in den neunziger Jahren als Gebiet für eine mögliche Autonomie ins Gespräch gebracht worden war. Aber auch diese Autonomievariante steht aufgrund der Widerstände der dortigen einheimischen Bevölkerung mittlerweile nicht mehr in der Diskussion. Trotz schwankender Angaben über die Zahl der Zuwanderer leben inoffiziellen Schätzungen nach ca. 15.000 Russlanddeutsche in Kaliningrad.
Eins von der BRD unterstützte Siedlungsgebiet „Nasja" bei St. Petersburg bietet auch nur einem geringen Teil von Russlanddeutschen Perspektiven.
Auch der kirgisische Präsident Akaev bot Anfang 1992 den Russlanddeutschen in den Rayons Sokoluk und Cu, in denen sie einen beachtlichen Bevölkerungsanteil darstellten, eine Möglichkeit zur Kulturautonomie an. Doch auch dieser Versuch scheiterte, zumal Russlanddeutsche in großer Zahl Kirgisien vor allem in Richtung Bundesrepublik verlassen haben.
Mitte der achtziger Jahre bemühte sich Deutschland möglichst viele Aussiedler aus der UdSSR aufzunehmen. Aufgrund des nach wie vor anhaltenden Ausreisestromes aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und den Erfahrungen mit der Integration von Aussiedlern unterstützte die Bundesregierung im Laufe der letzten 10 Jahre verschiedene Förderungsprogramme, um den Russlanddeutschen einen Anreiz zum Verbleib in Russland zu verschaffen. Wenn zunächst die kulturelle und sprachliche Förderung in Russland und Kasachstan im Vordergrund standen, wurden wirtschaftliche Maßnahmen seit 1991 immer wichtiger.
Abschließend lässt sich sagen, dass mehrere Autonomiegründungen angestrebt und unterstützt wurden, deren Erfolg jedoch ausblieb. Die Auswanderungsflut konnte durch den Aufbau deutscher Siedlungen in Russland nicht gestoppt werden.

V Ursachen der Aussiedlung