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I Auswanderung der Deutschen nach Russland
      
Die Geschichte der meisten Russlanddeutschen beginnt im 18. Jh. mit dem Manifest von Katharina II., aber es war nicht das erste Mal, dass Ausländer nach Russland kamen. Seit ca. dem 13. Jh. wurden immer wieder Handwerker, Fachleute und vor allem Soldaten ins russische Reich geholt, um den Handel zu beleben, die Verwaltung effektiver zu gestalten oder die russische Armee schlagkräftiger zu machen. Der erste Deutsche, der in den Chroniken erwähnt ist, war der Missionar Adalbert, der 898 aus Trier nach Russland gegangen war, um das Christentum zu verbreiten.
Schon unter der Herrschaft Ivans des Schrecklichen sind Deutsche nach Russland gekommen, um dort als geschätzte Fachkräfte für den Zaren Paläste und Kathedralen zu errichten. Zusammen mit ihren Familien siedelte man sie bevorzugt in der Ausländervorstadt – der sogenannten „Nemezkaja Sloboda" – am Ortsrand von Moskau an.
Im 18. Jh. war neben der Dezentralisierung der Verwaltung, einer umfassenden Schulreform und einer Kodifizierung des Rechts, eines der wichtigsten innenpolitischen Ziele, den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes gemäß der sogenannten „Populationstheorie", d.h. durch Vermehrung der Arbeitskräfte, zu erreichen. Anfang des 18. Jh. ließ Peter der Große zu diesem Zweck zahlreiche Offiziere und Ärzte, Baumeister und Handwerker aus Deutschland kommen.
Damals lebten in Russland nur vereinzelt deutsche Bauern, da die Lebensbedingungen noch nicht verlockend waren. Erst nach dem Manifest von Katharina II., die richtige Kolonisationsversuche unternahm, kamen viele Bauern nach Russland.
Katharina II. ließ die, den Türken in harten Kämpfen abgenommen Gebiete entlang der polnischen Grenze bis hin zum Schwarzen Meer, von ausländischen Soldaten besiedeln, doch es gelang den Soldaten nicht, diese Gegend zu kultivieren. Dieses Land sollte nun von Deutschen besiedelt, kultiviert und gesichert werden, da dieses Territorium zu einem gefährlichen Unruheherd zu werden drohte. Gleichzeitig sollten die damals nur dünn besiedelten Kosakendörfer und die öde Wildnis an der unteren Wolga und im Gouvernement Neurussland bevölkert und gegen die Überfälle der Nomadenstämme gesichert werden.
Für eine Kolonisation größeren Stils gab es in Russland nicht genügend Arbeitskräfte, deswegen warb Katharina II. Deutsche an. In Petersburg wurde eine Sonderkanzlei, die sogenannte "Tutel Kanzlei", eingerichtet. Ihr Präsident Graf Grigorij Orlov sollte für die Anwerbung, Ansiedlung und Unterbringung aller Einwanderer verantwortlich sein.
Die wichtigsten Bestimmungen des Manifestes vom 22. Juli waren Religionsfreiheit, Selbstverwaltung, Steuerfreiheit, Befreiung vom Militär- und Zivildienst auf Lebzeiten sowie Gewerbefreiheit. Alle zur Ansiedlung den Kolonisten angewiesenen Ländereien wurden ihnen zum unantastbaren und erblichen Besitz auf ewige Zeiten überlassen, jedoch nicht als persönliches  Eigentum, sondern als Gemeingut einer jeden Kolonie.
Die Kolonisten waren im Unterschied zu den Bauern in Deutschland und zu russischen Bauern keine Leibeigenen, sondern Freie, den zugesichert worden war, das Zarenreich jederzeit ungehindert verlassen zu dürfen.
Die von den Zaren versprochenen Privilegien erschienen besonders verlockend angesichts der Not und der Missstände - vor allem in Hessen und Südwestdeutschland - wie politische Unterdrückung durch die eigenen Fürsten und durch fremde Besatzungsmächte , wirtschaftliche Not, Missernten, Hungerjahre, Beeinträchtigung der Glaubensfreiheit.
Zu den Hauptansiedlungsgebieten gehörten neben dem Schwarzmeergebiet Wohlhynien , Bessarabien und der Kaukasus. Innerhalb von 100 Jahren haben die Einwanderer 3000 Tochtersiedlungen gegründet. Eine Volkszählung im Jahr 1897 ergab eine Zahl von 1,8 Millionen Deutschen. 22% lebten an der Wolga, 21% im Schwarzmeergebiet, weniger als 1% in Mittelasien und Sibirien und 56% im europäischen Russland.


II Russifizierung